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Kommentar: Nein, es braucht keinen Preis für Publikumserfolg

«Wenn sich Filmpreis-Instanzen genötigt fühlen, gegenüber einem breiten Publikum Rechenschaft abzulegen, ist das ein grosses Missverständnis. Es war noch nie die Aufgabe von Filmpreisen, den Box-Office-Erfolg von Filmen abzubilden – sondern einzig und allein deren Qualität, ungeachtet ihres Budgets und ihrer Ambitionen an den Kinokassen. Vor dem Schweizer Filmpreis sind alle gleich.»

Für das Filmbulletin habe ich am 8. Juni 2026 einen Kommentar zum neuen «Box Office Quartz» für Publikumserfolg verfasst.

 

Kritik: «Sans Voix» von Samuel Patthey

«Wie schon seine früheren Werke lebt auch ‹Sans Voix› von den krakeligen Linien und den wilden Farben, mit denen [Samuel] Patthey seine Welt zeichnet. Hier sprühen sogar die Standbilder vor Leben. Der Romand perfektioniert seinen handgezeichneten Stil, der skizzenhafte Standbilder mit bewegten Elementen kombiniert.»

Für das Jahrbuch Cinema habe ich eine Kritik zum Schweizer Animationskurzfilm «Sans Voix» verfasst, die auch in der gedruckten Ausgabe #71 zu lesen sein wird.

Podcast: Zürcher Filmtalk, Animationsfilmszene Zürich

Für den Verein Zürich für den Film habe ich am 9. April 2026 im Kino Xenix ein Gespräch zur Lage des Animationsfilms in Zürich moderiert.

Meine Gäst*innen waren Anja Kofmel (Regisseurin und Produzentin, «Chris the Swiss»), Michael Frei (Regisseur und Gamedesigner, «Plug & Play») und Sarah Rothenberger (Regisseurin und Animatorin, «Braises»). Das ganze Gespräch kann man nun als Podcast anhören.

Essay: Die Anime-Renaissance

«Nach Jahren der gefühlten Kinoabwesenheit ist Anime wieder sichtbarer denn je. 2025 lockte ‹Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – The Movie: Infinity Castle› über 105 000 Menschen ins Kino. International erging es dem Film noch besser: Kein japanischer Film spielte weltweit je so viel Geld ein.

[…]

Nicht nur der Anime-Blockbuster boomt, auch dem Autor:innenfilm geht es bestens. Den Beweis dafür erbringen Regisseur:innen wie […] Makoto Shinkai, der mit dem berührenden Katastrophenfilm ‹Suzume› an der Berlinale im Wettbewerb zu sehen war, oder Mamoru Hosoda und Naoko Yamada, die ihre jeweiligen Filme in Cannes respektive Locarno aufführen konnten. Der Anime ist im Mainstream angekommen.»

Für das Filmbulletin habe ich am 13. April 2026 einen Essay zum aktuellen Anime-Boom in der Schweiz und seinen Hintergründen verfasst.

Kritik: «Two Point Five Stars» von Sina Lerf, Dario Marti und Dario Boger

«Mit viel Witz erzählen Lerf, Marti und Boger von der kapitalistischen Maschinerie, die junge Menschen – meist Studierende – zu drögen Dienstleistungsjobs verdammt, bei denen sie den Launen ihrer schnoddrigen Gäste ausgesetzt sind. ‹A Smile Speaks All Languages› – ‹Ein Lächeln spricht jede Sprache› – steht in Leuchtbuchstaben über der Rezeption. All die verbalen Entgleisungen und die Überbelastung bitte weglächeln.»

Für das Jahrbuch Cinema habe ich eine Kritik zum Schweizer Animationskurzfilm «Two Point Five Stars» verfasst, die auch in der gedruckten Ausgabe #71 zu lesen sein wird.

Kinostatistik 2025

Ein weiteres Jahr geht zu Ende – Zeit für eine statistische Auswertung meiner Kinoeintritte. Für welche*n Regisseur*in habe ich die meisten Kinotickets gelöst? In welchem Monat war ich am seltensten im Kino? Wie viele animierte Filme habe ich mir 2025 zu Gemüte geführt? Und wer zum Teufel ist Bronwyn James? Alle… okay… die meisten dieser Antworten gibt es in der Kinostatistik 2025.

Die vergangenen Ausgaben meiner Kinostatistik findest du alle hier:
2024 – 2023 – 2022 – 2021 – 2020 – 2019 – 2018 – 2017 – 2016 – 2015

Titelbild: «Mickey 17» von Bong Joon-ho

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Die besten Filme 2025

Das Filmjahr 2025 ist zu Ende und bevor ich wie jedes Jahr meine Kinobesuche statistisch auswerte, will ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, meine Lieblingsfilme des Jahres zu küren. Es war keine leichte Aufgabe aus all den Filmen die prägendsten Werke auszuwählen, aber ich habe es schliesslich geschafft, eine stimmige Top 20 zusammenzustellen.

Auch in diesem Jahr gibt es auch viele Abwesende: Filme, von denen ich mir zwar viel versprochen habe, die ich aber verpasst, bzw. noch nicht gesehen habe – «Sinners» von Ryan Coogler oder «Sentimental Value» von Joachim Trier, etwa. Mal schauen, ob ich, wenn ich sie dann gesehen habe, auch sagen würde, dass sie auf die Liste gehört hätten.

Übrigens: Das Schauen und Besprechen all dieser Filme wäre ohne meine Unterstützer*innen auf Patreon nicht möglich gewesen. Wenn du meine Arbeit ermöglichen willst, und dazu monatliche Filmtipps und Goodies von mir bekommen möchtest, werde noch heute Mitglied der Äntli-Bande.

Meine liebsten Kurzfilme 2025 findest du hier.

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Kritik: «Avatar: Fire and Ash» von James Cameron

«Ermüdend ist […] ganz besonders der reaktionäre Unterbau der ganzen Geschichte. Jake Sully gibt abermals den Patriarchen, der die grossen Entscheidungen trifft, während seine passive Gattin Neytiri das emotionale Spektrum weiblicher Rollenklischees – von apathischem Trauern bis hin zu unkontrollierten Wutausbrüchen – abspulen darf. Wenn die Mutter zurückgezogen, schluchzend und in Trauer-Makeup um ihren Sohn weint, lenkt sich der Papa mit dem Einzigen ab, was trauernden Vätern bei solchen Schicksalsschlägen offenbar Halt gibt: Waffen.»

Für Maximum Cinema habe ich am 16. Dezember 2025 eine Kritik zum Blockbuster-Sequel «Avatar: Fire and Ash» verfasst.

Kritik: «Qui part à la chasse» von Lea Favre

«Um diese reale Aufnahme herum rekonstruiert [Lea Favre] in ‹Qui part à la chasse› das Erlebte in reduzierter Stop-Motion-Technik und erzählt, wie sie sich für einen Dokumentarfilm auf die Suche nach einer zu porträtierenden Person begibt. Auf die ‹Jagd›, quasi. Und wie sie dabei unverhofft im Visier eines anderen ‹Jägers› landet. Wie Favre in ihrem Film die Frage nach dem Jagen und Gejagtwerden behandelt und dabei auch die eigene Rolle als Dokumentarfilmerin hinterfragt, ist überragend.»

Für das Jahrbuch Cinema habe ich eine Kritik zum Schweizer Animationskurzfilm «Qui part à la chasse» verfasst, die auch in der gedruckten Ausgabe #71 zu lesen sein wird.

Kritik: «Matta und Matto» von Bianca Caderas und Kerstin Zemp

«Wer mit den absurden, von bemitleidenswerten Sonderlingen bevölkerten Welten von Bianca Caderas und Kerstin Zemp noch nicht vertraut ist, dürfte vom rasanten ‹Matta und Matto› möglicherweise etwas überfordert sein. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, kommt in den Genuss eines fantastischen, verspielten Films über Sehnsucht, Lust – und Eierköpfer.»

Für das Jahrbuch Cinema habe ich am eine Kritik zum Schweizer Animationskurzfilm «Matta und Matto» verfasst, die auch in der gedruckten Ausgabe #70 zu lesen ist.